12. Glossar

Das folgende Glossar erklärt Begriffe aus der Schachwelt, die über den Wortschatz von Wenig- oder Gelegenheitsspielern hinausgehen, sowie Begriffe aus dem Computerschach. Details finden Sie in den Schachregeln der FIDE [DSB2014].
Tabelle: Begriffe aus der Welt des Schachs und des Computerschachs
Begriff
Erklärung
50-Züge-Regel
Regel im Schach, die besagt, dass ein Spieler ein Remis reklamieren kann, wenn 50 Züge lang kein Bauer bewegt und keine Figur geschlagen wurde.
Alpha-Beta-Suche
Deutliche Verbesserung des Minimax-Algorithmus, in dem Teile des Suchbaumes "weggeschnitten" werden können, ohne dabei zu einem anderen Ergebnis zu kommen.

Einstellen Anfängerfehler im Schach. Eine eigene Figur wird eingestellt, wenn Sie auf ein vom Gegner angegriffenes Feld gezogen wird und von diesem gefahrlos geschlagen werden kann.
Endspiel Als Endspiel bezeichnet man im Schach die Endphase einer Partie. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass nur noch wenige Figurenarten auf dem Brett sind.
Engine Auch Schach-Engine. Bezeichnung für den Teil des Schachprogramms, der die Züge berechnet. Typischerweise hat eine Engine keine grafische Benutzeroberfläche.
en passant Spezieller Bauernzug im Schach. Wenn ein Bauer zwei Felder vorgeht und ein gegnerischer Bauer ihn hätte schlagen können, wäre er nur eins vorgegangen, darf dieser en passant schlagen.
Eröffnung Erste Phase einer Schachpartie. Das Erfahrungswissen hierzu füllt viele Bücher und umfangreiche Datenbanken
FEN Forsyth-Edwards-Notation. Kompakte Darstellung einer Schachstellung als Zeichenkette. Wird von vielen Schach-Werkzeugen unterstützt. Einsatz in DokChess in Unit- und Integrationstests. Erläuterung siehe z.B. Wikipedia
FIDE Fédération Internationale des Échecs, Internationaler Schachverband.
Gabel Taktikmotiv im Schach, bei dem eine Figur zwei (oder mehr) gegnerische Figuren gleichzeitig bedroht.
Halbzug Aktion (Spielzug) eines einzelnen Spielers. Im Gegensatz zur Folge von weißem und schwarzem Zug, die z.B. beim Nummerieren als Zug gezählt wird.
Matt Auch Schachmatt. Ende einer Schachpartie, bei dem der König des am Zug befindlichen Spielers angegriffen ist und dieser keinen gültigen Zug hat (dem Angriff also nicht ausweichen kann). Der Spieler hat verloren.
Minimax-Algorithmus Algorithmus zur Ermittlung des besten Zuges unter der Berücksichtigung aller Optionen beider Spieler.
Patt Ende einer Schachpartie, bei dem der am Zug befindliche Spieler keinen gültigen Zug hat, sein König aber nicht angegriffen ist. Das Spiel wird Remis gewertet.
Polyglot Opening Book Binäres Dateiformat für Eröffnungsbibliotheken. Anders als bei vielen anderen Formaten ist eine Dokumentation des Formates frei zugänglich.
Remis Ein Unentschieden im Schach. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dazu, eine ist das Patt.
Rochade Spezieller Spielzug im Schach, bei dem der eigene König und ein eigener Turm zugleich bewegt werden. Dazu müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein.
Schach960 Eine von Bobby Fischer entwickelte Schachvariante, bei die Anfangsstellung aus 960 Möglichkeiten ausgelost wird. Auch als Fischer-Random-Chess bekannt.
Spieß Taktikmotiv im Schach, bei dem eine geradlinig ziehende Figur mit zwei gegnerischen Figuren auf einer Reihe, Linie oder Diagonalen steht und die vordere der beiden zum Wegziehen zwingt.
Springergabel Besonders häufige Form der Gabel mit einem Springer als angreifende Figur.
Stellungswiederholung Regel im Schach, die besagt, dass ein Spieler ein Remis reklamieren kann, wenn dieselbe Stellung mindestens zum dritten Mal auftritt.
Umwandlung Regel im Schach, nach der ein Bauer, der die gegnerische Grundlinie erreicht, sofort in Dame, Turm, Läufer oder Springer umgewandelt wird.
WinBoard-Protokoll Siehe XBoard-Protokoll.
XBoard-Protokoll Textbasiertes Protokoll zur Kommunikation zwischen Schach-Frontends und Engines. Auch als "Winboard" oder (seltener) als "Chess Engine Communication Protocol" bezeichnet.