8.3 Benutzungsoberfläche

DokChess selbst verfügt über keine grafische Oberfläche, sondern agiert über das XBoard-Protokoll mit der Außenwelt (siehe Entscheidung in Abschnitt 9.1). Im Folgenden wird dies kurz skizziert.
 
Das Protokoll ist textbasiert, ein Starten von DokChess in einer Kommandozeile (Unix-Shell, Windows-Eingabeaufforderung, ...) erlaubt eine Interaktion mit der Engine, wenn man die wichtigsten XBoard-Kommandos beherrscht. (Die Tabelle unten zeigt einen Beispieldialog, alle Kommandos werden mit einer neuen Zeile abgeschlossen.) Standardmäßig spielt eine Engine schwarz, man kann das über den Protokollbefehl "white" ändern.
Tabelle: Beispielkommunikation zwischen einem Client und DokChess (XBoard)
Client >> DokChess DokChess >> Client Bemerkung
xboard  
Client will XBoard-Protokoll verwenden (erforderlich, da Engines teilweise andere, teilweise sogar mehrere Protokolle verstehen).
 
(neue Zeile)
protover 2   Protokollversion 2
  feature done=1 Zeilenweise Mitteilung über zusätzliche Features der Engine (hier: keine).
e2e4   Weiß zieht Bauer e2–e4.
  move b8c6 Schwarz (DokChess) zieht Springer b8–c6.
quit   Der Client beendet das Spiel (DokChess terminiert).
Das Protokoll selbst wird hier detailliert beschrieben, für die Implementierung in DokChess ist das Subsystem XBoard-Protokoll zuständig (siehe Bausteinsicht).
Die typische Verwendung von DokChess ist das Vorschalten eines grafischen Schachfrontends wie Arena (siehe Bild unten), das die Züge des Gegners über eine komfortable Oberfläche entgegennimmt und diese in Form von XBoard-Kommandos wie in der Tabelle oben an DokChess weitergibt (Spalte "Client -> DokChess") und die Antworten (Spalte "DokChess -> Client") grafisch umsetzt.
Bild: DokChess im Schach-Frontend Arena unter Windows
Bild: DokChess im Schach-Frontend Arena unter Windows